Diskussion: Kellerkinder quo vadis?

Hier könnt ihr über allgemeine Themen, die unseren Stammtisch betreffen, diskutieren.
Mirko
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Diskussion: Kellerkinder quo vadis?

Beitrag von Mirko » Do 24. Nov 2016, 17:42

Ich will an dieser Stelle mal eine Diskussion zur Fortsetzung der regelmäßigen Kellerkinder-Aktivitäten lostreten, weil ich denke, dass das einfach mal nötig ist. Diese Diskussion muss zwangsweise hier im Forum stattfinden, weil die Zusammenstellung der monatlichen Stammtische in den vergangenen Monaten recht ungewöhnliche Züge angenommen hat (dazu unten mehr). Natürlich können wir auch während der Stammtische mal darüber sprechen, doch dazu müsste das „wir“ erst einmal definiert werden.

Und damit kommen wir auch schon zum Problem. In den vergangenen Monaten habe ich mehr und mehr das Gefühl, dass der „harte Kern“ des Kellerkinder-Stammtisches in der bewährten Form nicht mehr existiert. Immer anwesend sind eigentlich nur Robert, Lucas und meine Wenigkeit. Darüber hinaus gibt es viele KK, die regelmäßig dort sind (etwa alle zwei Monate), noch mehr KK, die gelegentlich anwesend sind (etwa alle 4 -5 Monate) und recht viele, die ich seit langem gar nicht mehr gesehen habe.

Nach dem GRT 2016 und dem darauf folgenden Hype, als wir mehr als 20 Personen beim Stammtisch hatten, ist die Mitgliederzahl stark gesunken. Das alleine ist noch kein Problem. Befremdlich (für mich) ist nur die Tatsache, dass es keinen roten Faden mehr gibt. Mit Ausnahme von Robert, Lucas und mir (recht häufig noch ergänzt durch Gunnar und Anil, bitte direkt schimpfen, falls ich jemanden vergesse) ist die Zusammensetzung der KK fast immer komplett anders.

Und: Sehr häufig kommen neue Spieler dazu, die aber in den luftleeren Raum geraten. Bestes Beispiel der Oktober-Stammtisch. Wir hatten 3 komplett neue Interessierte bei gleichzeitig 3 Stamm-Kellerkindern. Ich, als einer dieser 3 Stamm-KK, fühle mich manchmal, als ob ich nur noch komme, um Neulingen etwas aus unserem Hobby zu erzählen. Wobei ich mich zunehmend allein gelassen fühle (ich weiß nicht, ob Robert ebenso denkt, vermutlich nicht, da er die Gabe besitzt, stets eine positive Aura zu verbreiten). Dennoch: Ich empfinde die Stammtische mitunter mehr als „Arbeit“ (die meist sinnlos ist, weil 95% der Neulinge eh nie wieder kommt) und weniger als Entspannung.

Hinzu kommt, dass schon seit Monaten keine Spiele mehr mitgebracht werden (und hier nehme ich mich selbst nicht aus). Ich persönlich habe einfach zu große visuelle Problem im dunklen Keller bei der meist viel zu kleinen Schrift auf Brettspielkarten oder sonstigem (aber das nur am Rande).

Bei der Analyse der derzeitigen Situation stoße ich mehr und mehr auf ein Rätsel. Was ist eigentlich passiert, dass die KK so anders wurden? Sind wir einfach zu viele geworden? Ist das Interesse am gemeinsamen Treffen so stark abgeflaut? Ein Zusammenhalt zwischen dem „harten Kern“ scheint mir nicht mehr vorhanden. Genauer gesagt: Es gibt keinen „Kern“ mehr.

Das stellte mich beim vergangenen Treffen am 23.11. vor seltsame Herausforderungen. Als ich bei den immerhin 11 Anwesenden eine Umfrage starten wollte, wer a) die GRT-Orga übernimmt und b) für das Nerd-Wichteln sei, musste ich zunächst einmal befinden, dass nur 5 Leute überhaupt sinnvoll mitsprechen konnten (ok, Mareike übernahm eine Stimme für den erkrankten Marcus und Anil kam erst später, ändert aber nichts an der Gesamtsituation). Wir haben dann mit 5 Stimmen für das Nerd-Wichteln gestimmt, und ich habe einfach aus dem Bauch heraus entschieden, dass wir das überhaupt machen. Eine echte Diskussion gab es nicht, und eigentlich entsprachen die 5 Stimmen nicht einmal 50% der Anwesenden.

Bei der Diskussion über die GRT-Orga blickte ich jedoch meist in fragende Gesichter. Von den Anwesenden wollte keiner die Orga übernehmen, die Mehrheit der Anwesenden bestand allerdings auch aus den eher gelegentlich anwesenden Leuten. Ich habe dann einfach die Diskussion auf den Dezember-Termin gelegt, wobei ich fast davon ausgehe, dass sich dann nicht viel ändern wird.

Also: Was ist mit den Kellerkindern passiert? Oder provokant gefragt: Gibt es sie überhaupt noch?

Früher war nicht alles besser. Teilweise waren nur 5 oder 6 Leute anwesend. Der Unterschied damals war jedoch, dass die Anwesenden ausschließlich zum engen, inneren Kreis gehörten. Da konnte man noch über Themen diskutieren und wenigstens ein Meinungsbild einholen. Das ist jetzt seltsamerweise (trotz höherer Zahl) anders.

Robert und ich hatten dazu ein interessantes Gespräch mit unserem Gastgeber Robin, der die Situation aus einer neutralen Perspektive beleuchten konnte. Auch wenn nicht alle Aussagen Robin auf uns Kellerkinder zutreffen, denke ich doch, dass wir über eine konkrete Änderung des KK-Rhythmus nachdenken sollten.
Wie genau das aussehen kann, weiß ich nicht. Darüber bei einem Stammtisch zu sprechen, ist angesichts der „seltsamen“ Situation sinnlos.

Ich denke aber, dass wir die Stammtische in der bisherigen Form ändern und unsere Treffen grundsätzlich abändern sollten. Ich denke, es spricht nichts dagegen, wenn wir die regulären Stammtische nur noch alle 2 Monate ausführen. Jeder einzelne Stammtisch würde dadurch an „Wert“ gewinnen. Die Stammtische dienen dann vor allem der Außenwerbung (neue Rollenspieler gewinnen) und dem lockeren Beisammensein. Für Spiele reicht die kurze Zeit meistens sowieso nicht aus.

Ich glaube aber auch, dass es ein Bedürfnis zum gemeinsamen Spiel gibt. Vielleicht wäre es möglich, dass wir in den jeweils anderen Monaten ein Treffen im privaten Kreis bei wechselnden Gastgebern einrichten. Auch dazu muss ja nicht jeder kommen, und die Planung sollte in jedem Fall vorher (im Forum geschehen). Ob man dann Rollenspiele anbietet oder Brettspiele – das müsste man noch sehen. Für Rollenspieltreffen müsste es natürlich konkrete Absprachen geben. Für Brettspieltreffen reichen zumindest grobe Absprachen.

Wichtig wäre, dass jedes Kellerkind jedenfalls theoretisch eingeladen wird. Eine große "Außenwerbung" für diese eher internen Veranstaltungen sollten wir nicht betreiben.Auch sollten diese Treffs länger dauern, vielleicht schon an einem Samstag Mittag oder Sonntag Mittag starten.

Keine Ahnung. Das ist alles nur grobes Zeug und lange nicht komplett durchdacht. Aber vielleicht würden uns die Änderungen helfen, mal wieder als homogene Gruppe zusammenzukommen. Wer weiß.

Was denkt ihr?
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Draknuh
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Re: Diskussion: Kellerkinder quo vadis?

Beitrag von Draknuh » Do 24. Nov 2016, 18:36

Also wenn ich die letzten Jahre Revue passieren lassen ist die Frage ja nicht zum ersten Male im Raum. Ich war ja zwischen durch deutlich abgetaucht und habe es 2016 immerhin vier mal geschafft an einem Treffen teilzunehmen.

Zum Erfolg des GRT und dem Aufschwung der Kellerkinder kann ich nichts beitragen, außer das es mich mitlesend im Forum gefreut hat. Das von den vielen „Neuen“ wenig kleben geblieben sind ist schade, vermutlich aber normal. Ich habe zu mindesten kein spezielles Konzept wahrgenommen wie die Kellerkinder diese halten wollten, also eine Art Wachstumsprogramm.

Und meiner Erinnerung nach war „Wachstum“ bei einigen Ansprachen in der Vergangenheit auch kein explizite Herzensangelegenheit....

Ich kann mich auch an Diskussionen erinnern als gespielt wurde, nämlich das ein paar am Nachbartisch spielen und der „Rest“ halt nicht. Ich zu mindesten bin mir nicht sicher was „wir“ eigentlich wollten.

Ich war die letzten beide Male wieder da, habe mich den für mich neuen Gesichtern vorgestellt, gequatscht und den im letzten Treffen angekündigten Lichtschwertfuchtel Part unterstützt. Wir waren irgendwie nur zu dritt – was ok ist wenn es eben nicht mehr interessieren. Ich wollte ja auch nicht missionieren.

Ansonsten habe ich mich gestern gut unterhalten. Es liefen mehrere Gespräche parallel, was akustisch zeitweise schwierig war. Wenn ich jetzt neu gewesen wäre – schwierig einzuschätzen ob ich dann wieder gekommen wäre. Aber wir hatten auch sonst kein weiteres Programm. Ich kann die Quo vadis Frage also nicht wirklich beantworten.

Zum GRT, wenn man das Forum nicht gelesen hatte war die Situation ein wenig überrumpelnd. Ich habe mir vorgenommen den Termin in 2017 frei zu planen und teilzunehmen, auch zu unterstützen, eine vorbereitenden Organisation werde ich nicht leisten können. Wenn der Termin eine Größenordnung erreicht die soviel Aufwand bedeutet, dann ist die Frage was „die Kellerkinder“ eigentlich wollen mehr als berechtigt.

Das die Verlage unterstützen finde ich gut, ich bin mir aber nicht sicher wer da eigentlich für wenn was warum tut. Für mich ist das Hobby und Ausgleich für meinen Beruf – damit steht der Spassfaktor im Vordergrund. Zum Nerdwichteln – finde ich gut, am nächsten Termin habe ich aber eine berufliche Abendveranstaltung. Genau wie das kommende Wochenende und vorletztes Wochenende. Michi war nicht da weil sie die Woche extern auf Seminar ist. Am letzten Abend ist viel über zeitliche Belastung gesprochen worden – vermutlich richtig aber eben gefühlt auch völlig normal. Ich denke das bringt uns nicht weiter.

Als nur 5 Leute vom inneren Kern da waren haben wir überlegt wie wir wieder mehr werden können, das sind wir jetzt, aber nun? Die gehören noch nicht zum inneren Kern. Ich bin mit alle 2 Monate ein Treffen fein, aber wie „den Kellerkindern“ das helfen soll und wobei ist mir nicht klar. Beim Mitgliedergewinn? Wohl kaum.

Beim „harten Kern bleiben“ und möglicherweise „zu wenige sein“? Aus meiner Sicht erfolgversprechender in dem Szenario „Treffen im privaten Kreis bei wechselnden Gastgebern“. Wobei der Name Kellerkinder dann nicht mehr sinnstiftend wäre, oder? Klingt für mich wie eine feste Spielegruppe. Gefühlt geht das in die falsche Richtung.

Soweit meine 5 Cents nach einem Becher Wein. Ich bin gespannt auf weitere Reaktionen.
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Re: Diskussion: Kellerkinder quo vadis?

Beitrag von xengar » Fr 25. Nov 2016, 01:27

Draknuh hat da ein paar interessante Punkte angesprochen.

Was sind die Kellerkinder?
- Ich dachte ein Stammtisch bei dem man teilnehmen und RP'S testen und kennenlernen kann.
--- seit einiger Zeit gibt es "nur" noch den Stammtisch an dem gequatscht wird, wenn man ein Spiel oder ein RP mitbringt um es zu testen, hat keiner Interesse. Das ist vollkommen OK, Interessenslagen divergieren. Bietet man für den nächsten Stammtisch an etwas zu leiten gibt es keine Reaktionen, also weder Interessenten noch Desinteressenten.

- Was wollen "die" Kellerkinder?
-- Ich hab keine Ahnung. Bisher hab ichs nur so wahrgenommen, das die Wünsche sehr weit voneinander abgewichen sind und es keine Linie gab

- Was ist das Ziel des Kellerkinder Stammtischs?
-- Gemütlich gemeinsam Zeit zu verbringen. Ich hatte bei dem Letzten Spielabend mit den Brettspielen mehr Spaß als auf den letzten Stammtischen wenn ich ehrlich bin.
Ich komme gern, unterhalte mich gern und hör mirauch gerne verschiedene Unterhaltungen an. Aber wenn ich nichts zu tun habe(spielen) dann ist die Teilnahme eigentlich nur Tradition und weil ich Eure Gesellschaft schätze.

- Gewinn neuer "Kellerkinder" und "halten" der Neuen...
-- Wenn Neue nicht gerade in eine Runde eingebunden werden, dann tun "wir" doch nix, dass die Neuen auch wiederkommen? Entsprechend bleiben die dann auch wieder weg.
Eine Integration in den Stammtisch wurde ja bisher nicht versucht. Klar jeder neue ist willkommen, darf sich gern dazusetzen, mitspielen falls was angeboten wird, und sich mit unterhalten, aber das wars auch schon.

- Was ist mit dem GRT?
--- Der GRT wurde bisher doch gemacht um als Event einmal die KK zu bespaßen UND zum anderen Interessenten das RPG näher zu bringen. Nur war der Letzte GRT kein "anfixen" von Neuen sondern ein Bespassen derer, die sonst nicht zum spielen kommen und die das gespielt haben was sie kannten und worauf sie bock hatten.
Das was die "neuen" interessiere ist dann hintenrunter gefallen. (auch wenns dem ein oder anderen zum hals raus hängt, wenn ichs wieder erwähne, aber da wäre das beispiel von witch!) Kein Witch geleitet (was lt Johannes umfrage genug interessierte hatte) dafür aber WH40k, die runde war besetzt mit 5 RP erfahrenen, von denen 3 das Setting kannten und 2 auch wussten was sie taten, also niemand neues an das system angefixt.

Wenn Ihr an Eure Runden zurückdenkt, wer hat denn gespielt? Freunde, Bekannte, "Veteranen" aber eigentlich nur leute auf die der Begriff neuling nicht zutrifft. OK es gab ein paar ausnahmen. aber von 50 waren das glaub ich 7-8 oder so... Damit wäre dann doch "Thema verfehlt"

Die Veranstaltung war gelungen, die Resonanz positiv, "den Kellerkindern" hat es auf die Dauer gesehen, nix gebraucht ausser einer erwartungshaltung einen 2017 GRT auf die beine zu stellen um die Besucher des letzten erneut mit einer RP Veranstaltung zu versorgen, wo sie mal ihrem hobby nachgehen können, weils sonst durch job/whatever nicht klappt.

Deshalb ist die Frage durchaus legitim nach der Motivation zu fragen einen GRT 2017 abzuhalten.

Neue KK gewinnen oder RP'ler auf Entzug zu bespassen?

Ist ja beides ein legitimer grund, schließt sich nicht gegenseitig aus, aber je nachdem, was die motivation ist, muss man dann auch die veranstaltung und vor allem das KK "Rahmenprogramm" sprich den Stammtisch entsprechend aufsetzen.

Ich nehme noch an anderen Stammtischen teil, einer ist lediglich Tradition und den Kontakt zu einer Gruppe leute nicht zu verlieren.
Einer ist eigentlich ein Treffen aus Interessieren, die alle an einem Interessensgebiet interessiert sind.

Beide heissen "Gäste" willkommen, bei beiden wird keine bemühung unternommen neue zu integrieren, beide haben die prämisse, "wer kommt der kommt"
Der Unterschied beim ersten, die leute (harter kern) kommen mal, mal nicht, je nach jobauslastung, das is aber egal, da der ST auch mit 2 leuten "läuft" der wird auch so schnell nicht beendet, geht einfach weiter ob alle da sind oder nur 2.
Der Zweite ST (thematische) gewinnt keine neuen, die bleiben, deshalb stirbt er nach und nach aus. es gibt für die teilnehmer alternativen, jobs, familie, whatever. da wurde die frequenz erhöht, das hat nicht dafür gesorgt das an den verbleibenden terminen mehr leute kommen, es hat lediglich dafür gesort das nurnoch ein "harter kern" kommt der aber auch so gekommen wäre, wenn kein Stammtisch existiert. Daher ist die bezeichnung stammtisch dann obsolet.

Die Frage ist halt, was soll der KK St sein? Und soll er so weiterlaufen? Aktuell sieht es aus, das der Thematische aspekt überwiegt er nach und nach ausdünnt und dann auch "stirbt"
Wenn es aber um den "harten kern" geht, dann muss es _ein_ reguläres datum geben, an dem der Stammtisch immer stattfindet, egal wie viele leute da sind. Darauf muss halt verlass sein. Ist das nicht gegeben dann funktionierts nimmer und wird fürher oder später enden, weil kein Ziel mehr da is sondern nurnoch ne belastung übrig bleibt.

Ich hatte schon immer das problem, das ich so gut wie nie vor 20 uhr da sein konnte. das wird sich auch nie wirklich ändern, selbst wenn ichs ab und an mal vorher schaffe hin zukommen.

So ich muss ins bett, bekomme kaum noch einen geraden satz raus Oo GN8


edith sagt: Hier noch was konstruktives ich finde so ein wechselndes Gameevent super toll. Das letzte hat mir richtig viel spaß gemacht :)
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Re: Diskussion: Kellerkinder quo vadis?

Beitrag von Liechtenauer » Mi 30. Nov 2016, 17:42

Hmm, ich hab mich lange zurückgehalten, weil ich ja mittlerweile nicht mehr zur Stammbelegschaft gehöre. Aber das was hier zu passieren scheint macht mich echt traurig. Nicht nur das Zusammenschrumpfen, sondern dass nach über einer Woche nur zwei Kellerkinder überhaupt auf Mirkos "Hilferuf" reagiert haben. Daher anbei meine Hypothese:

Wer sind die Kellerkinder?

Zum größten Teil eine faule Bande, die kommen solange etwas geboten wird und ansonsten wegbleiben!

So, vielleicht hilft das ja, die Diskussion etwas zu befeuern. Kontroverse willkommen. :twisted:

Etwas freundlicher formuliert würde ich sagen, dass es trotz der Zunahme an Stammtischteilnehmern immer nur weniger als eine Handvoll Kellerkinder gegeben hat, die sich auch für die Kellerkinder verantwortlich fühlen und bereit sind auch ausserhalb der Stammtische etwas in diese Community zu investieren. Nun ziehen sich auch die Kümmerer anscheinend immer mehr aus dem "Tagesgeschäft" zurück und es gibt wohl kaum jemand, der nachrückt wodurch die Kellerkinder zwangsläufig eher früher als später wieder von der Bildfläche verschwinden werden.

Woran ich das sehe:
- Seit einem halben Jahr gab es keinen inhaltlichen Artikel mehr auf der Homepage.
- Seit einem halben Jahr gab es kaum mehr eine inhaltliche Diskussion im Forum, nur Gejammer von allen Seiten, dass jeder ja ach so wenig Zeit hat...
- Die Stammtische werden zwar noch angekündigt, keiner fühlt sich aber berufen dafür zu sorgen, dass sie auch schön werden (Anil hat seit Juli als einziger mal versucht was anzubieten, aber da hat er ja nicht mal eine Antwort bekommen)
- Statt sich konstruktiv mit der Planung eines eventuell weniger aufwändigen GRTD zu befassen, wird lieber nach Ausflüchten gesucht, warum der letzte die gesteckten Ziele nicht erreicht hat...

Die Kellerkinder können nur so stark sein, wie das was jeder einzelne bereit ist zu investieren. Und das scheint aktuell nicht mehr viel zu sein. Es gibt wohl nur noch Konsumenten, die mit dem Angebot unzufrieden sind und nicht mehr kommen, weil ihnen bloßes Unterhalten übers Rollenspiel halt zu langweilig ist.

Zeit ist immer eine Frage der Priorisierung. Wenn Ihr keine Zeit für die Kellerkinder habt, dann nur weil euch andere Dinge wichtiger sind. Alles andere sind aus meiner Warte gesehen faule Ausreden.

Wenn ihr also "keine Zeit" habt extra ein Abenteuer vorzubereiten, dann bietet doch das vom letzten GRTD an. Wenn euch der Abend zu kurz ist, dann teilt das Abenteuer halt auf mehrere Stammtischabende auf. Wenn euch der Keller zu dunkel ist (sorry Mirko), dann bringt halt ne Lampe mit oder nehmt die, die wir eigens für die Kellerkinder angeschafft haben. Wenn euch Mittwochs nicht mehr passt, dann fragt doch mal ob man den Stammtisch auf einen anderen Wochentag legen kann. Bereitet mal ein interessantes Thema vor für den Stammtisch. Schreibt einen interessanten Gedanken ins Forum oder gebt wenigstens Antwort, wenn einer was schreibt...Das fängt alles bei Kleinigkeiten an und mündet in so tolle Gemeinschaftsprojekte wie den GRTD, wenn nur ein paar von euch die Initiative ergreifen.

Daher würde ich raten nicht an den Symptomen zu schrauben (z.B. weniger Stammtische in der Hoffnung dass dann wieder mehr kommen :? ) sondern alle rar gewordenen Stammkellerkinder mal per PM oder Mail anzuschreiben und das dann hoffentlich mit wieder mehr Beteiligung im Dezember offen zu diskutieren...

So, jetzt hoffentlich Feuer frei!
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Re: Diskussion: Kellerkinder quo vadis?

Beitrag von Stargazer » Mi 30. Nov 2016, 20:20

Ich denke, man kann mich durchaus als ein Mitglied der Stammbelegschaft bezeichnen, dass sich aus dem "Tagesgeschäft" zurückgezogen hat. Teilweise liegt das an meiner gesundheitlichen Situation, aber auch daran, dass ich nicht mehr soviel Spaß am Stammtisch habe wie früher. Zwischenzeitlich ist mir der Stammtisch zu schnell gewachsen und mit einem großen Teil "der Neuen" bin ich leider nie warm geworden. In den letzen Monaten konnte ich mich einfach nicht aufraffen, mal wieder zum Stammtisch zu kommen, vielleicht wird das im neuen Jahr wieder besser.
Zum Thema GRT möchte ich nur sagen, dass ich gut damit leben könnte, wenn wir keinen mehr veranstalten. Mit der RatCon ist ein recht großer Con in Limburg und persönlich habe ich mich schon im vergangenen Jahr aus der Orga weitestgehend zurückgezogen (siehe gesundheitliche Situation).
Grundsätzlich halte ich übrigens nichts davon, den Stammtisch seltener anzubieten. Dann kann man es gleich lassen. Mehr dazu möchte ich momentan nicht sagen.
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Re: Diskussion: Kellerkinder quo vadis?

Beitrag von Purzel89 » Mi 30. Nov 2016, 21:08

Hallo,

ich verliere auch mal ein paar Worte zum Stammtisch. Beim allerersten Mal habe ich mich sehr gefreut, dass ich gleich was spielen konnte. Das war sehr positiv für mich, weil es schon damals im Internet hieß "Ja könnt sein, eher unwahrscheinlich". Dass dann doch was gespielt wurde, fand ich top. Nur danach wurde im Keller nie wieder was gespielt als ich da war. Die folgenden Stammtische bestanden für mich eigentlich nur noch daraus, über meine aktuellen Spielrunden zu reden. Eigentlich etwas, was man auch genauso gut übers Forum oder per PM machen könnte. Also diese Stammtische waren daraufhin ein beinahe sinnloses Geplänkel. Trotzdem habe ich mich dann oft übermüdet dahin geschleppt um meinen guten Willen zu zeigen. Ich hab nun mal einen zeitintensiven Job mit Schichtarbeit... das ist natürlich meine Schuld. Aber ich meine, es gab auch keinen Anreiz mehr, um mit Gewalt die Schichten hin und her zu schieben um am Stammtisch teilzunehmen. Das Endresultat war, dass ich die Schichten mühsam für den Stammtisch zurecht gebogen habe, ich dadurch an meinen Spielrunden nicht teilnehmen konnte was dann widerum folgenreichen Konsequenzen hatte.

Wie gesagt: Natürlich ist das allein meine Schuld wenn ich Arbeit und Stammtisch nicht zusammen bringen kann. Doch irgendwann hat es sich nicht mehr gelohnt. Oft war ich da und habe mich gefragt: "Okay, jetzt warst du zwei Stunden da und du hast was gemacht?" Ich hab geredet, geredet und geredet... ohne, dass irgend etwas konstruktives bei raus kam. Oder ich hab gar nix gesagt, weil die Gesprächsthemen nicht passten.

Immerhin habe ich die letzten Stammtische an denen ich teilgenommen hatte dazu genutzt mit Gunnar meine Ctulhu-Runde zu besprechen. Das wäre sicher in dieser Detailierung und Menge übers Forum nicht möglich gewesen und dafür privat Zeit zu finden war auch schwer.

Also langsam bin ich an dem Punkt angekommen, dass ich an Spielrunden teilnehme oder sie organisiere. Aber der Stammtisch ist mir ziemlich egal. In zwei bis drei Stunden kommt eh nix konstruktives bei raus. Jetzt sagt bitte nicht "Ja, hättest länger da bleiben können.". Ne, selbst wenn ich fünf bis acht Stunden da geblieben wäre, wäre ich höchstens eingeschlafen oder der Kellner oben wäre in Rente gegangen aber in den acht Stunden hätten wir genauso wenig geschafft.

Meine Meinung ist: Da muss sich was ändern. Notfalls bring ich "Auf Achse" mit wenn es sein muss. :lol:
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Re: Diskussion: Kellerkinder quo vadis?

Beitrag von Philodoof » Do 1. Dez 2016, 14:17

Ich bin ja mehr oder weniger neu und kann daher hinsichtlich der vergangenen Entwicklung nichts sagen.

Zur Zukunft könnte ich natürlich schon Vorschläge beitragen:
Ich fände es toll, wenn auf Stammtischen gespielt würde. Nicht nur weil ich eher zurückhaltend bin, sondern auch weil ich allgemein nicht so chillig bin und es mir schwer fällt über einen längeren Zeitraum ohne konkrete Beschäftigung zu bleiben. :D

Abgesehen von Spielen auf dem Stammtisch könnte ich mir auch spezielle Ereignisse vorstellen. Z.B. könnte man sagen, dass die Kellerkinder bis zum folgenden Stammtisch jeweils eine Kurzgeschichte zum Thema Schatzsuche, Weltherrschaft, Höhlenabenteuer o.ä. schreiben und die trägt man dann der Reihe nach am nächsten Stammtisch vor. Gedichte, Zeichnungen…da gäbe es mit Sicherheit noch jede Menge andere Möglichkeiten.

Ganz allgemein gesagt, fände ich einfach Projekte/Vorhaben schön. :-)
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Re: Diskussion: Kellerkinder quo vadis?

Beitrag von Chaosmeister » Do 1. Dez 2016, 16:26

Also, ich habe extra eine Weile gewartet um hier was zu Posten, weil ich es als Sturm im Wasserglas empfinde. Ich bin ja auch einer der eher selten da war in der letzten Zeit, und ja, das hat auch viel mir Priorisierung zu tun. Für mich war der Stammtisch immer das, ein Stammtisch. Zum trinken, essen und reden. Zum Spielen ist mir der Keller zu Dunkel, zu Laut und die Zeit einfach zu kurz. Ich brauche meine 3 Stunden am Stück Minimum. Der Keller war (und ist) für ,ich immer eher treffen und abnerden und dann zum weiteren Spielen Verabreden.

Wachstum finde ich nicht wichtig und spielen vor Ort genauso wenig. Wenn jemand was spielen will soll er es vorschlagen, eventuell klappt es ja. Das das natürlich keine Garantie ist, ist klar, man hat eben nicht immer was im Gepäck das die Leute interessiert. Aber bisher haben sich doch oft Runden gefunden wenn einer was dabei hatte. Ich finde die Mischung aus labern und spielen hat es ausgemacht.

Ganz klar merke ich auch das ein wenig der Wind draußen ist. Johannes ist weg, und du warst ja wirklich sehr aktiv, motivieren und umtriebig. Und ja, das fehlt uns. Du hast viele mitgerissen, mich eingeschlossen. Der GRTD2017 wird deswegen auch eine Herausforderung. Denn wenn ich so manchen Post hier sehe scheint ja die Motivation nicht so überragend zu sein da was zu machen. GRTD war für mich immer von Rollenspieler für Rollenspieler, mit dem Aushängeschild: Anfänger willkommen! Wenn wir es dieses Jahr nicht hinbekommen sollten wäre das schade, aber wir sind eben kein Verein und nur eine kleine Gruppe von Enthusiasten, die aber eben auch mal nicht so enthusiastisch sind. Das ist aber auch OK, ich habe da null Leistungsempfinden das unbedingt machen zu müssen. Aber ich will es zumindest versuchen.

Ein Stammtisch sollte erst mal ein Stammtisch bleiben Und ja, es ist schade das es nicht immer brummt und alle mit juchei und Motivation dabei sind und das es nicht jeden Mittwoch fetzt und an allen ecken gespielt wird. Aber das war doch schon immer die Ausnahme oder?

Ich finde: einfach den Termin laufen lassen. Artikel auf der HP sind nett, aber nicht ausschlaggebend. Wir sind kein Verein und mir ist es daher auch nicht wichtig zu wachsen. Neulinge willkommen zu heißen, zu begrüßen und zu erklären was RP so ist mache ich doch trotzdem gerne.

Zum Spielen verabrede ich mich mit den Leuten separat und mache das privat. Viele habe ich über den Stammtisch kennen gelernt und möchte das nicht missen. Wer nur ein mal da ist und nicht wieder kommt verpasst etwas. Ich habe am Stammtisch viele Leute kennengelernt die ich zumindest als gute Bekannte und einige durchaus als Freunde bezeichnen will. Ich denke dieses Positive sollte man sehen. Einfach da sein, die Gesellschaft der anderen genießen, mal frei den Nerd raushängen lassen. Das ist mir wichtig.
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Re: Diskussion: Kellerkinder quo vadis?

Beitrag von Stargazer » Do 1. Dez 2016, 18:01

Marcus, besser hätte ich das auch nicht formulieren können!
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Re: Diskussion: Kellerkinder quo vadis?

Beitrag von Redbaron » Di 6. Dez 2016, 14:09

Ich bin erst heute auf den Artikel gestoßen, wie man sieht bin ich auch heute erst dazu gekommen den Termin für morgen auf die Seite zu heben. Sorry dafür.

Was ich für mich hier raus lese, ist das es aus den unterschiedlichen Gründen grade nicht so die Lust gibt aufzutauchen. Das hängt für mich persönlich auch etwas damit zusammen das wir momentan weniger am Nerden und mehr am GRT Brummeln sind. Es hat sich letztes mal schon sehr nach Krisensitzung angehört, und das schreckt ab. Darum gut das wir das hier ins Forum verschieben.

Am Stammtisch möchte ich auch eigentlich wenn nur kurz was organisatorisches ansprechen, da reicht mir meist ein ja nächstes mal machen wir dies und das. Wenn wir wirklich einen Termin für Planung bräuchten, dann könnte man das auch separat lösen.

Also wer ist morgen dabei eine Runde zu zocken. Zu allem anderen : Immer wie der Bauer die Klöße isst... einen nach dem anderen.
"Wo das Chaos auf die Ordnung trifft, gewinnt meist das Chaos, weil es besser organisiert ist." - Ly Schwatzmaul
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