Was Zahlt Ulisses?

Ihr habt Diskussionsbedarf zu Rollenspielen? In diesem Forum dürft ihr euch austoben!
Desmond
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Re: Was Zahlt Ulisses?

Beitrag von Desmond » Do 28. Apr 2016, 09:42

Skyknight hat geschrieben:
Liechtenauer hat geschrieben: ...
Und die Verbrecher sitzen nicht in der Bäckerzunft, sondern in der Regierung(und DAS ist kein Sarkasmus)! Die zwingen nämlich die Bäcker und alle anderen durch hohe Steuern ihre Preise zu erhöhen!
...
Schuld ist der Wähler der immer wieder auf die Versprechen der Politiker reingefallen ist und die Jahr für Jahr die selben bekloppten Parteien wählt. Und wenn er dann den "alteingesessenen" Neoliberalen Parteien eins auswischen will dann wählen sie eine neoliberale Partei vom Rechten Rand o.O WTF!

Was man den Politikern in der Mehrheit vorwerfen kann, ist das sie egoistisch oder dumm sind. Aber dann müsse der Wähler diese Leute Abwählen.

Island zeigt uns wie es geht.


Zum Thema:
Es gibt immer die Leute die sich selbst ein Hobby erschließen. Ich bin damals über BG2 auf D&D gestoßen und habe mir in den USA die Grundregelwerke gekauft. Aber wenn ich ehrlich bin, ich habe noch nie ein Grundregelwerk komplett durch gelesen *g* und meine Spiele haben sich bisher nicht beschwert.

Aber wenn wir wirklich die breite Masse erreichen wollen müssen die Leute angefixt werden. Deshalb finde ich ja den GRT und vor allem den GRT danach so genial. In meiner Schulzeit habe ich damals sogar Kurse zum Rollenspiel angeboten. Die waren immer gerammelt voll. Vor allem viele jüngere Schüler waren da. Leider sind wir dafür jetzt etwas alt. Aber einige von uns haben ja Nachwuchs denn wir dafür Rekrutieren können *g*.

Bezüglich der Buchpreise ist die Entwicklung der Preise mit der Inflation, der Schrumpfenden Auflage und den gestiegenen Qualitätsansprüchen gut zu erklären. Inflation sollte in einer gesunden Wirtschaft eigentlich durch Lohnerhöhungen über kompensiert werden. Aber dafür können die Verlage ja nichts, dass dies nicht der Fall ist.
Bezüglich der Auflage haben wir in Deutschland wohl einfach Pech gehabt. Die Verlage haben es bei Internationalen System lange nicht geschafft Zeitnah die Übersetzung nachzuliefern und dann kauft der Kunde eben in original Sprache. Und ich denke, dass es eine Korrelation zwischen wer gut Englisch kann und wer potentiell ein höheres Einkommen hat gibt. Eine schnellen Ausbruch aus dem Teufelskreis wird es wohl nicht geben. Es sei denn ein Verlag mit viel Geld und großer Marktmacht taucht wieder auf.

Ändern können wir auf die Schnelle nichts aber ich denke mit Dinge wie dem GRT und Organized Play kann man langsam auf eine Positive Wendung hin arbeiten. Dann gibt es in Zukunft vielleicht auch wieder größere Auflagen :)
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xengar
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Re: Was Zahlt Ulisses?

Beitrag von xengar » Do 28. Apr 2016, 10:06

Liechtenauer hat geschrieben:
xengar hat geschrieben: weisst Du, hier ist das ganze etwas inkonsitent bei mir, einerseits teste ich gerne neue systeme und backe auch immer wieder interessant klingende systeme bei kickstarter
By the way, der Savage Rifts Kickstarter ist seit gestern online und ihnen sind schon die Stretchgoals ausgegangen. :D
Ich hab mir dieses Jahr KickstarterVerbot erteilt. Werde erst wieder neue unterstützen, wenn alle meine laufenden eingetroffen sind.
Wenn man bedenkt, das ich Prometheus Savage Worlds backe, dann kann das schonmal bis irgendwann nächstes Jahr dauern.. HAHA

Blades in The Dark ist auch 6 Monate überfällig (bis jetzt schonmal)

Was das Rift betrifft, das einzige interessante Pledgelevel wäre das mit den Hardcover books,aber das liegt bei 240$ und das ist über meiner Kickstarter-Schmerzgrenze, selbst ohne KS-Verbot.
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Re: Was Zahlt Ulisses?

Beitrag von Redbaron » Fr 29. Apr 2016, 08:57

Das Thema wurde jetzt in ein Politik Thread abgetrennt.

Hier der neue Thread http://www.stargazersworld.com/kellerki ... f=10&t=318
"Wo das Chaos auf die Ordnung trifft, gewinnt meist das Chaos, weil es besser organisiert ist." - Ly Schwatzmaul
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Re: Was Zahlt Ulisses?

Beitrag von Liechtenauer » Fr 29. Apr 2016, 16:21

xengar hat geschrieben:Was das Rift betrifft, das einzige interessante Pledgelevel wäre das mit den Hardcover books,aber das liegt bei 240$ und das ist über meiner Kickstarter-Schmerzgrenze, selbst ohne KS-Verbot.
Das ist übrigens so nicht richtig. Ich habe heute begackt und man kann die Softcover im "Just the Books"-Pledge Level ($75) durch Erhöhung um $15 in limitierte Hardcover umwandeln. Versandkosten hauen allerdings nochmal rein.
Desmond hat geschrieben:...Aber wenn wir wirklich die breite Masse erreichen wollen müssen die Leute angefixt werden. Deshalb finde ich ja den GRT und vor allem den GRT danach so genial. In meiner Schulzeit habe ich damals sogar Kurse zum Rollenspiel angeboten. Die waren immer gerammelt voll. Vor allem viele jüngere Schüler waren da. Leider sind wir dafür jetzt etwas alt. Aber einige von uns haben ja Nachwuchs denn wir dafür Rekrutieren können *g*.

Bezüglich der Buchpreise ist die Entwicklung der Preise mit der Inflation, der Schrumpfenden Auflage und den gestiegenen Qualitätsansprüchen gut zu erklären. Inflation sollte in einer gesunden Wirtschaft eigentlich durch Lohnerhöhungen über kompensiert werden. Aber dafür können die Verlage ja nichts, dass dies nicht der Fall ist.
Bezüglich der Auflage haben wir in Deutschland wohl einfach Pech gehabt. Die Verlage haben es bei Internationalen System lange nicht geschafft Zeitnah die Übersetzung nachzuliefern und dann kauft der Kunde eben in original Sprache. Und ich denke, dass es eine Korrelation zwischen wer gut Englisch kann und wer potentiell ein höheres Einkommen hat gibt. Eine schnellen Ausbruch aus dem Teufelskreis wird es wohl nicht geben. Es sei denn ein Verlag mit viel Geld und großer Marktmacht taucht wieder auf.

Ändern können wir auf die Schnelle nichts aber ich denke mit Dinge wie dem GRT und Organized Play kann man langsam auf eine Positive Wendung hin arbeiten. Dann gibt es in Zukunft vielleicht auch wieder größere Auflagen :)
Absolut zutreffende Analyse. Das Kernproblem ist nicht, dass die existierenden Rollenspieler aufgrund hoher Preise zu wenig kaufen, sondern dass es insgesamt zu wenig Rollenspieler gibt. Der GRT mag ein Schritt in die richtige Richtung sein, aber wenn wir ehrlich sind drehen wir uns da in der existierenden Szene im Kreis, anstatt wirklich mit Vollgas auf Neukundenaquise zu gehen. Eigentlich muss das Rollenspiel raus aus den Rollenspielläden und eher rein in die Buchläden oder ähnliches. AGs in der Schule oder Angebote beiJugendfreizeiten hätten da bestimmt auch einen größeren Effekt. Ich frage mich grad, warum die Verlage nicht mehr in der Jugendarbeit unterwegs sind.

@Mirko: Na wie wär's. Passt der Zusatz "Ulisses Jugendcoach für rollenspielerische Gewaltprävention" noch auf deine Visitenkarte?
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Re: Was Zahlt Ulisses?

Beitrag von xengar » Fr 29. Apr 2016, 16:51

Liechtenauer hat geschrieben:
xengar hat geschrieben:Was das Rift betrifft, das einzige interessante Pledgelevel wäre das mit den Hardcover books,aber das liegt bei 240$ und das ist über meiner Kickstarter-Schmerzgrenze, selbst ohne KS-Verbot.
Das ist übrigens so nicht richtig. Ich habe heute begackt und man kann die Softcover im "Just the Books"-Pledge Level ($75) durch Erhöhung um $15 in limitierte Hardcover umwandeln. Versandkosten hauen allerdings nochmal rein.
Ok diese Option hatte ich nicht gesehen. Ändert aber nichts daran, das ich trotzdem nicht backe ^^
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Re: Was Zahlt Ulisses?

Beitrag von Liechtenauer » Mo 2. Mai 2016, 17:38

xengar hat geschrieben:Ok diese Option hatte ich nicht gesehen. Ändert aber nichts daran, das ich trotzdem nicht backe ^^
Wusste gar nicht, dass du überhaupt backen kannst... :lol:
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Re: Was Zahlt Ulisses?

Beitrag von Chaosmeister » Mo 9. Mai 2016, 10:33

Interessanter Artikel zu dem Thema "Was zahlen wir für RPG"
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Re: Was Zahlt Ulisses?

Beitrag von Skyknight » Mo 9. Mai 2016, 17:16

Chaosmeister hat geschrieben:Interessanter Artikel zu dem Thema "Was zahlen wir für RPG"
Die Diskussion in den Kommentaren geht dort in eine ähnliche Richtung wie hier!
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Re: Was Zahlt Ulisses?

Beitrag von Stargazer » Mi 11. Mai 2016, 14:20

Liechtenauer hat geschrieben: Das soll jetzt kein Angriff sein, aber wir sind hier leider alle sehr spekulativ unterwegs. Ich vertrete eher die These, dass Splittermond schon aufgrund der guten PR im Vorfeld und des hohen Invests in kostenlose Schnellstarter und Demorunden einen großen Bekanntheitsgrad erreicht hat und sich mit der Entscheidung eher geschadet hat in Puncto Umsatz. Ist aber halt auch nur eine Einschätzung.
Ich komme etwas spät in die Diskussion, entschuldigt, aber zu diesem Thema wollte ich dann doch noch was sagen.
Meine Vermutung ist, dass Uhrwerk damit das sehr erfolgreiche Dungeonslayers-Modell wiederholen wollte. DS hat sich trotz kostenloser Grundregeln wie geschnitten Brot verkauft und dürfte eines der erfolgreichsten deutschen Eigenproduktionen auf dem hiesigen Markt sein. Ob's gefruchtet hat, weiß ich natürlich auch nicht, aber ich werde Patric bei Gelegenheit mal fragen.

Die PR im Vorfeld fand ich übrigens stellenweise sehr gruselig. Die Interviews mit den Autoren waren eher abschreckend. Man kann halt nicht jeden einfach vor eine Kamera stellen und es kommt was Gutes dabei heraus.

Nochmal kurz was zu dem Ulisses-Artikel. Am Interessantesten fand ich, über was sie NICHT geschriebenen haben. Mit keinem Wort wird erwähnt, was sie den eigentlichen Autoren zahlen. Es wird nur von Übersetzern, Artwork, etc. geschrieben. Ein Schelm, der Böses dabei denkt...
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Re: Was Zahlt Ulisses?

Beitrag von Stargazer » Mi 11. Mai 2016, 14:32

xengar hat geschrieben:Naja, in einem Punkt hat Skyknight doch recht...wenn ich mir "andere" Rollenspieler so anschaue, die ich in den vergangenen Jahren kennenlernen durfte, dann ist es schon recht aussergewöhnlich, das hier so viele RP'ler "gehäuft" auftreten, die nicht gerade wenig für Ihr Hobby ausgeben. -> Specialeditions, Kickstarter, Sonderkollektionen, GRT Organisation etc. Das ist leider nicht die Regel und auch nicht die Norm. Was für diese "Szene" extremst armseelig ist... meiner bescheidenen Meinung nach. Klar, nicht jeder hat die Kohle mal eben 150€ fürn Kickstarter rauszuhauen oder sich nen Regelwerk für 60€ zu kaufen.
Das ist das alte Problem, dass die Kosten des Hobbies i.A. an den Spielleitern hängen bleiben. Die meisten Spieler, die ich kenne, haben noch nie ein Regelwerk gekauft - Würfel sind bei vielen die einzige Investition ins Hobby.
Aber der "Markt" an "gesharetem Material" boomt, Megaupload und Co beherbergen nahezu jedes Regelwerk zig Supplemente etc. das es gibt. In Foren braucht man nur fragen und bekommt alles geteilt was zum spielen benötigt wird. So kann jeder dem Hobby nachgehen, ohne dafür Geld ausgeben zu müssen.
Das wird sich auch in Zukunft nicht verhindern lassen und ist IMHO auch unabhängig von den Buchpreisen. Interessanterweise haben Studien ergeben, dass Leute, die viel herunterladen, oft auch die besten Kunden sind. Interessanterweise haben sich das die Macher von Eclipse Phase zu nutze gemacht. Sie verbreiten ihre Produkte selbst über Bittorrent usw. D.h. man darf das Material für lau und mit Genehmigung der Macher kostenlos herunterladen. Trotzdem machen sie genug Gewinn, dass sie regelmäßig neues Material produzieren können.
Natürlich klappt das sicher nicht für jeden.
Klar, wenn die Preise niedriger wären, dann bestünde die Möglichkeit das Leute die jeden Teuro umdrehen müssen eher bereit wären was zu kaufen. Aber in diesem Punkt bin ich der Ansicht, das das den "Konsum" fördert aber nicht nachhaltig dem Genre hilft. Denn durch ein Überangebot zu spottpreisen blättert man mal durch erster Eindruck 1-2 Sachen stören, Buch wird ad acta gelegt. Wenn man ne Zeitlang drauf sparen muss und sich überlegt, was man kauft dann befasst man sich auch intensiver damit, dann denke ich, das derjenige das teuer erkaufte auch zu schätzen weis und auch nachhaltiger dem Genre treu bleibt.
Das ist aber eine reine Philosophie Sache...
Ich sehe das ähnlich. Ich glaube aber, dass viele selbst bei niedrigesten Preisen kein Rollenspielprodukt kaufen würden. Die Einstellung ist oft folgende: "Warum soll ich Geld ausgeben, wenn der GM das Buch doch schon hat?"
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